Arbeitsausstattung für Rosen:

  • Unterlage zum Ausrollen
  • Ausrollstab ( Rolling Pin)
  • Celboard ( veining Board, Modellierbrett)
  • Modellierpad ( Schaumstoffmatte)
  • Blütenpaste ( weiß und grün)
  • Ausstecher Rosenblüten
  • Ausstecher Calyx ( Blütenkelch)
  • Ausstecher Blattausstecher ( Rosenblätter)
  • Blattveiner
  • Ball Tool ( Modellierwerkzeug)
  • einige Esslöffel
  • Zuckerkleber
  • Pinsel
  • Puderfarben ( Foliage Green, Woodland Green und Aubergine oder Plum Truffle)
  • Blumendraht (weiß und grün Nr.24)
  • Floristikband ( Grün)
  • eventuell Blumenkegel ( nicht zwingend kann auch aus Blütenpaste gefertigt werden)


Es gibt schon vorgefertigte Blumenkegel aus Kunststoff oder Styropor, die man wenn gewünscht auf Blumendraht stecken kann. Ob man seine Rose mit oder ohne Draht herstellt hängt von der späteren Verwendung ab. Möchte man eine komplette Rose so wie hier mit Blätterzweig herstellen, ist ein Draht und Floristikband notwendig.
Blumenkegel kann man selbst aus Blütenpaste formen, und zwra so: Bilder sagen manchmal mehr als Worte!

Der fertige Blumenkegel sollte einige Stunden trocknen können, am besten über Nacht.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die inneren rosenblütenblätter zu fertigen. Wir werden in dieser Anleitung nur einzelne Rosenblütenblätter verwenden.

So genug gequatscht! Jetzt geht´s los.

 

Blütenpaste gut durchkneten und zu einer Stärke von ca.1mm dünn ausrollen. Mit dem kleinsten Ausstecher 6 Blütenblätter ausstechen.

 

Ein Blütenblatt auf das Modellierpad legen, die restlichen Blütenblätter gut mit Frischhaltefolie vor dem Austrocknen schützen.
Mit dem Ball Tool ( Modellierwerkzeug) den Rand ausdünnen indem Ihr mit leichtem Druck am Rand entlang streicht, so erhält man die natürlichen wellen die eure Rosen echt wirken lassen. Jetzt müssen wir den Blütenblättern noch den richtigen Schwung verleihen. Hierzu drehen wir unser Blütenblatt auf seine Rückseite und streichen erneut mit dem Ball Tool über das Blütenblatt, diesmal aber von oben nach unten. Das Blatt rollt sich etwas ein, wodurch eine leichte Mulde entsteht und sich das Blatt somit besser am Blumenkegel anpassen wird.

  

Nun können die ersten Blütenblätter überlappend am Kegel befestigt werden, dazu die Innenseite des Blütenblattes mit etwas essbarem Kleber einpinseln. Das Blütenblatt so anlegen, dass es oben am Kegel etwas übersteht und eine Seite leicht an drücken.
Da Rosenblätter in der Natur überlappend angeordnet sind, kleben wir die andere seite noch nicht fest, hier wird zum Teil das nächste Blütenblatt darunter geschoben. Dies muss bei jedem weiteren Blütenblatt so gehandhabt werden.
Das zweite Blütenblatt etwas einpinseln und unter die noch offene Seite des ersten Blütenblattes schieben und leicht andrücken. Das erste Blütenblatt kann jetzt komplett angeklebt werden, beim zweiten Blatt eine Seite wieder offen lassen.
Mit Blütenblatt Nr.3, 4, 5 und Nr.6 genauso verfahren wie mit Blatt Nr.2, einpinseln unter das vorherige Blütenblatt schieben, andrücken und eine Seite offen lassen.
Schon nach dem dritten Blütenblatt sollte nichts mehr vom Blumenkegel zu sehen sein.

Ab dem vierten Blütenblatt werden die oberen Ränder der Blütenblätter leicht mit dem Finger nach außen gerollt.

  

Mit dem mittleren Ausstecher 6 weitere Blütenblätter ausstechen, mit dem Ball Tool die Ränder der Blütenblätter ausdünnen und schöne Wellen herausarbeiten.

 

Wie gewohnt alle Blütenblätter an der Rose befestigen. Damit sich die Rose schön öffnet, werden die Ränder der Blütenblätter stärker nach außen gerollt.

 

Für eine noch weiter geöffnete Rose, 6 weitere Blütenblätter mit dem größten Rosenaussteccher ausstechen und erneut mit dem Modellierwerkzeug bearbeiten.
Diesmal werden schon jetzt die Ränder der Blütenblätter stark nach außen bevor sie an der Rose angebracht werden. Wie gewohnt Blätter an der fast fertigen Rose ankleben.

  

Für eine sehr weit geöffnete Rose werden die nächsten 6 Blütenblätter auf Draht gearbeitet. Hierzu Blütenpaste auf einem Celboard dünn ausrollen und mit dem größten ausstecher ausstechen.
Den Blumendraht in drei teile schneiden ca. 12cm lang.
Den Draht an der Spitze mit Zuckerkleber bepinseln und vorsichtig in den entstandenen Steg auf der Rückseite des Blütenblattes einführen. Auch diese Blätter mit einem Ball Tool ausdünnen.
Blütenblätter mit der Rückseite nach oben drehen und mit Hilfe eines Zahnstochers die Ränder nach außen rollen.

Blütenblätter über Nacht trocknen lassen, am besten auf einem Esslöffel oder Blütenformer ( Celformer, Forming Cups) damit sie nicht ihre gebogene Form verlieren.

Grünes Floristikband mie einer Schere halbieren und 2-3 Mal fest um den Rosenstiel wickeln, nach und nach die getrockneten und auf Draht gearbeiteten Blütenblätter einbinden, auch hier wieder überlappend. Die Schwierigkeit hierbei ist den richtigen Platz für die gedrahteten Blütenblätter zu finden, da sie getrocknet sind und sich dadurch die Form der Bllütenblätter nicht mehr verändern lässt. Den kompletten Rosenstiel mit Floristikband umwickeln.

 

Dunkelgrüne Blütenpaste ausrollen und mit einem Calyx- ausstecher ein Blütenkelch ausstechen. Die einzelnen Kelchblätter mit dem Ball Tool bearbeiten. Für ein noch natürlicheres Aussehen, zacken in die Kelchblätter schneiden.

  

Die einzelnen Blätter am Ansatz mit etwas Zuckerkleber einpinseln, den Blütenkelch mit dem Rosenstiel aufspießen und bis zur Rose hin hoch schieben. Nun nach Wunsch die Kelchblätter in Form biegen, entweder an die Rose anlegen oder die Spitzen etwas nach unten biegen.

  

Für die Rosenblätter dunkelgrüne Blütenpaste auf einem Modellierbrett ( Celboard) ausrollen und mit dem größten Blattausstecher ein Blatt ausstechen. Wer keinen passenden ausstecher zur Hand hat kann sich aus Karton eine Schablone fertigen diese auf die ausgerollten Blütenpaste auflegen und mit einem Messer ausschneiden.
Ein 20cm langes Stück grüner Draht Nr.24 in die Verdickung des Blattes stecken.
Mit einem Veiner die Maserungen auf das ausgestochene Blatt übertragen, indem man das auf Draht gesteckte Blatt zwischen beide Veiner- Hälften legt und leicht zusammendrückt.
Tip: Den Veiner zuvor mit etwas Puderzucker bestäuben, damit die Blütenpaste nicht daran kleben bleibt.

Die Ränder wieder mit einem Ball Tool ausdünnen. Damit das Blatt noch natürlicher und lebendiger wirkt, die Unterkante des Blattes leicht zusammendrücken und die Spitze leicht in Form biegen.
Auf dieselbe Weise zwei Blätter mit dem mittleren Blattausstecher und zwei weitere mit dem kleinsten Ausstecher anfertigen, diese können jedoch auf kürzere ca. 10cm lange Drähte Nr.24 gesteckt werden.
Blätter genauso bearbeiten wie das erste und trocknen lassen.

Nach dem trocknen werden die einzelnen Blätter mit Puderfarben in verschiedenen Grüntönen bemalt. Mit "Sugarflair Foliage Green" jedes Blatt vorne und auch die Rückseite grundieren, die Mitte und den unteren Teil des Blattes mit "Sugarflair Woodland Green" bepinseln.
Dunkle Akzente setzen wir an den äußeren Rändern mit "Rainbow Dust Aubergine" oder "Rainbow Dust Plum Truffle". Zum Fixieren der Farbe Blätter kurz über Wasserdampf halten.

Die einzelnen Rosenblätter zusammen binden, mit dem großen beginnend. Danach folgen die mittleren und zum Schluss die kleinsten Blätter.
Den fertigen Blätterzweig mit Floristikband am Rosenstiel befestigen.