...auf jeden Fall eine kleine Herausforderung.

Grundlegendes zum Thema "Kuchen schnitzen" :

Man sollte immer einen eher festen Kuchen wählen z. Bsp. einen Madeira Kuchen.
Am Besten lässt sich ein Kuchen im gefrorenen Zustand schnitzen. Gleichzeitig hat es den Vorteil, dass man ihn schon einige Tage vorher Backen kann, denn jeder der schon einmal eine Motivtorte hergestellt hat weiß, dass hier das Thema Vorbereitung und Zeit eine große Rolle spielt.
Für schöne saubere Schnitte sollte man immer ein langes und scharfes Messer benutzen, so erspart man sich jede Menge Ärger.

So nun lasst uns loslegen!

Kuchen backen

 

Erster Schritt: 2 Kuchen backen, diese sollten mindestens 7cm hoch sein und einen Größenunterschied im Durchmesser von ca. 6-7 cm haben damit es gut aussieht. In unserem Fall hatten wir einen von 20cm und einen von 13cm Durchmesser.

Damit meine Böden schön hoch werden können, ohne über die Form zu laufen, kleide ich meine Backformen immer mit Backpapier aus und lasse diese über dem Rand hochstehen.

Und um zu verhindern, dass meine Kuchen an den Seiten zu braun werden, wickle ich 1 - 2 Schichten Backpapier um meine Form und besfestige diese mit einem Tacker. Um die Oberfläche zu schützen, schiebe ich beim Backen ein Backblech über meinen Kuchen.

Kuchen nach dem Backen immer gut auskühlen lassen und in Klarsichtfolie eingewickelt in den Gefrierschrank legen.

Nun zum Schnitzen

Es kann möglich sein, dass der gefrorene Kuchen etwas zu hart ist. Dann sollte man ihn kurz antauen lassen.

Wie auf dem Bild, das Oberteil des Kuchens mit einem scharfen Messer abschneiden.

Dies geht einfacher, indem man sich mit Zahnstocher Markierungen für die Schnittfläche macht und zwar gegenüber dem später höchsten Punkt, 3cm unterhalb des Randes. Dementsprechend jeweils in der Mitte links und rechts 1,5 cm. Wichtig: von oben messen! Der Schnitt ist nun in einem Zuge durchzuführen, dies gelingt am Besten mit einem langen Messer und etwas Geschick. Kleine Fehler kann man später mit etwas Buttercreme ausgleichen.


 

Den abgeschnittenen oberen Teil legen Sie zur Seite. Der untere Teil wird nun mit einer dünnen Schicht Buttercreme bestrichen. Jetzt wird der abgeschnittene obere Teil wieder auf den mit Buttercreme bestrichenen unteren Teil gestürzt und zwar hohe auf hohe Seite und logischer Weise flache auf flache Seite.


Nun kommt der interessanteste Teil des Schnitzens, dazu drehen wir den ganzen Kuchen auf den Kopf.
Schneiden Sie sich eine Schablone mit dem gewünschten Durchmesser für den Boden. In unserem Fall haben wir für den kleinen Kuchen, der einen Durchmesser von 13cm hatte einen Bodendurchmesser von ca. 9cm gewählt und bei unserem großen Kuchen mit 20cm Durchmesser wählten wir einen Bodendurchmesser von etwa 15cm. Dies ist jedoch nach belieben frei wählbar.
Bei größeren Kuchen (26 - 32cm) die Schablone mittig auf den Kuchen legen und mit einer Stecknadel fixieren.
Bei den kleineren Kuchen (25 - 10cm) die Schablone leicht außer Mitte ca. 1 - 1,5cm zum hohen Punkt hinlegen, dadurch erhält man unterschiedliche Winkel, die der Topsy Turvy ein noch edleres Design verleihen.

In kleinen Schritten schneiden wir von der Kante der Schablone bis zur Außenkante des Kuchens.

Jetzt kann man den Kuchen wieder zurückdrehen und noch die Kanten ringsherum etwas abrunden.
Deine Schablone nicht wegschmeißen! Du kannst sie später zum Stapeln deiner Torte verwenden

Der nächste Schritt ist, deine fertig geschnitzten Kuchen mit Fondant einzudecken, hierzu werden alle Kuchen mit Buttercreme oder Ganache bestrichen und anschließend mit Fondant überzogen.
Hierbei müßt Ihr beachten, dass jeder Kuchen der anschließend aufgestapelt wird, in unserem Fall nur einen, vor dem überziehen mit Fondant, eine stabile Unterlage in der größe eures Kuchens bekommt.
Dazu bieten sich sogenannte Hardboards an, oder eigens hergestellte mit Alufolie ummantelte Pappe. Damit euer Kuchen dort nicht runter rutscht, vorher das Hardboard mit Buttercreme oder Ganache bestreichen.

Jetzt fehlt nur noch das Aufeinanderstapeln. Hierfür benötigen wir 4 Holzstäbchen (oder 4 dicke Strohhalme).
Die untere Torte legt ihr auf eine Tortenplatte oder ein Cake Board. Ich verwende gerne Cake Boards, die ich zuvor mit Fondant eindecke, dies bietet zusätzlichen Raum zum Dekorieren. Eure Kunstwerke wirken so noch imposanter.

Hier kommen die Holzstäbchen zum Einsatz. Diese werden senkrecht in die untere Torte gesteckt. Am Besten mit einem Stift eine Markierung anbringen und das Stäbchen wieder etwas heraus ziehen, an der Markierung schräg abschneiden so dass sie mit der Kuchenoberfläche abschließt.

Nun könnt Ihr eure Torten aufeinander stapeln und nach Herzenslust dekorieren und verzieren, die Holzstäbchen verhindern, dass die Torte unter dem Gewicht zusammen bricht.